Ihre literarische Würdigung bis ins 18. Jahrhundert
First Statement of Responsibility
von L. Scheewe.
.PUBLICATION, DISTRIBUTION, ETC
Place of Publication, Distribution, etc.
Dordrecht
Name of Publisher, Distributor, etc.
Springer Netherlands
Date of Publication, Distribution, etc.
1933
PHYSICAL DESCRIPTION
Specific Material Designation and Extent of Item
XI, 91 Seiten
GENERAL NOTES
Text of Note
Fiinfhundert Jahre sind es her, dassinderVijdtkapellederda mals Johanniskirche genannten Kathedrale St. Bavo zu Gent ein Fliigelaltar erstellt wurde, der laut seinernicht unversehrt erhalte nen Inschrift von den Briidem Hubert und Jan van Eyck gemalt wurde. Die Erklarung dieses Altarwerks und der Antell an seinem Schicksal haben die Welt in steigendem Masse beschaftigt und den Ruhm ihrer SchOpfer zu mythischer Grosse anwachsen las sen. Die Eyckfrage als solche gehOrt seit iiber 100 J ahren zu den umstrittensten Fragen der Kunstwissenschaft. Urspriinglich nur das Problem der Herkunft des Eyckstiles umfassend, hat sie sich seit dem 19. Jahrhundert in der Hauptsache in dem Bemiihen konzentriert, die Hande der Briider zu scheiden. Ob wohl aber das inzwischen stark angewachsene Material nach allen Richtungen hin gesichtet und gepriift wurde, gehen die Meinungen iiber die wesentlichen Probleme starker auseinander als je. Es mag daher nicht abwegig erscheinen, sie einma! auf dem Umwege iiber eine Geschichte der Eyckliteratur zu be leuchten. Verfasser ist sich bewusst, dass er sich dabei im Wi derspruch zu einer verbreiteten Ansicht befindet, wonach die Be schaftigung mit der Literatur iiber einen Kiinstler - in diesem Falle ein Kiinstlerpaar - und dessen Werk dem Blick die Unbe fangenheit fUr die Priifung eben dieses Werks nahme. Er scheut sich nicht, das Bekenntnis des grossten Dilettanten der Wissen schaft anzufiihren, den die Eyckliteratur kennt, wonach "die Geschichte der Wissenschaft die Wissenschaft selbst sey.